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RGOW 5/2025: Frauen in den östlichen Kirchen

RGOW 5/2025: Frauen in den östlichen Kirchen
Regula Zwahlen

Zwei Wochen nach Ostern gedenkt die Orthodoxe Kirche dem Sonntag der Hl. Myrrhenträgerinnen, die Jesu Grab leer vorfanden. In manchen Gemeinden ist es ein besonderer Festtag der Frauen. Doch der Vielfalt an Aufgaben, die Frauen in orthodoxen Kirchen übernehmen können, sind klare Grenzen gesetzt. Seit Jahrzehnten stellt sich sowohl in der römisch-katholischen als auch in den orthodoxen Kirchen die Frage: Könnten das Evangelium verkündende Myrrhenträgerinnen nicht auch Amtsträgerinnen sein?

Vor einem Jahr hat  Metropolit Serafim vom Griechisch-Orthodoxen Patriarchat von Alexandrien und ganz Afrika die erste Diakonin der Neuzeit geweiht. Ermutigen die jüngst publizierten „Leitlinien zur Wiederbelebung des geweihten weiblichen Diakonats“ die Orthodoxe Kirche zu weiteren Schritten? Zur kirchlichen Vielfalt tragen auch orthodoxe Theologinnen wie Myrrha Lot-Borodine (1882–1957) oder Mutter Maria Skobtsova (1891–1945, im KZ Ravensbrück ermordet) bei. 

Ein Leben in Todesnähe und im Glauben an die Auferstehung führen heute zudem viele Frauen in evangelischen Gemeinden der Ukraine, die unter den Bedingungen des russischen Angriffskrieges vermehrt Leitungsrollen übernehmen.

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