Ungarn und Armenien haben richtungsentscheidende Wahlen hinter sich. Am 12. April feierten tausende Menschen ausgelassen auf den Straßen Budapests die Abwahl der illiberalen Demokratie von Viktor Orbán. Mit dem Regierungswechsel hoffen nun viele Menschen in Ungarn auf eine Neuausrichtung ihres Landes und in der unabhängigen Kulturszene herrscht große Freude. Ob die neue Regierungspartei Tisza das von Orbán errichtete politische System zu einer liberalen Demokratie umbaut, bleibt zu beobachten. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Kirchen und Staat ist eine Normalisierung zu erwarten.
In Armenien fanden am 7. Juni ebenfalls richtungsweisende Wahlen unter schwierigen außenpolitischen Bedingungen statt. Nach dem Friedensabkommen mit Aserbaidschan ging es auch um den Umgang mit der neuen geopolitischen und sicherheitspolitischen Lage. In den Beziehungen zu Russland, zur EU, Iran, den USA und zu Armeniens Nachbarländern zeichnet sich eine Gratwanderung ab.
Projekt des Monats
Die ukrainische Stiftung „Förderung der Medizin“ steht vulnerablen Bevölkerungsgruppen in den ländlichen Gebieten der Zentralukraine mit kostenloser medizinischer Unterstützung zur Seite. Die NGO unterstützt mit mobilen ärztlichen Teams sowie zwei ambulanten Zentren in Kyjiw jährlich etwa 80000 Patienten. Besondere Aufmerksamkeit richtet „Förderung der Medizin“ auf die Prävention, Früherkennung und Behandlung von Augenerkrankungen, die seit Kriegsausbruch zu einem immer größeren Problem geworden sind.
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Nachrichtendienst Östliche Kirchen
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