Die Stadtentwicklung im östlichen Europa im 20. Jahrhundert war geprägt von Modernisierungsbestrebungen, architektonischen Aufbrüchen, Umgang mit Wohnungsnot, aber auch von Krieg und Zerstörung sowie dem Ringen um das Bewahren des städtebaulichen Erbes. Zudem spielen Fragen nach dem repräsentativen Charakter und der historischen Identität einer Stadt und ihrer Bevölkerung eine wichtige Rolle. In der neuen Ausgabe stehen nicht nur Hauptstädte im Fokus, sondern vor allem Städte im Windschatten großer Metropolen.
Tschechiens "zweite Hauptstadt" Brno und Zlín, die vom Schuhunternehmen Bat'a geprägte Stadt, stehen exemplarisch für die neue modernistische Architektur. Das gilt auch für die polnische Hafenstadt Gdynia und Ljubljana, das in der Zwischenkriegszeit umfangreiche bauliche Veränderungen erfuhr. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wrocław für die aus dem Osten vertriebenen polnischen Siedler zu Neuland mit komplexer städtischer Identität. Krieg und Vertreibung wirken sich auch auf das Stadtbild des ostbosnischen Višegrad aus. Die Beiträge zum litauischen Vilnius und usbekischen Taschkent beleuchten sowjetische Praktiken der Stadtentwicklung.
Projekt des Monats
Im Dorf Chotjaniwka in der Nähe von Kyjiw wurde 2025 mit finanzieller Unterstützung von Forum RGOW das Begegnungszentrum „Haus der Freunde“ erbaut. Dort wird die ukrainische NGO „Kinder der Hoffnung“ in Zukunft psychologische Begleitung von Flüchtlingsfamilien anbieten und Freizeitanlässe für Kinder organisieren. Denn viele Kinder und Jugendliche leiden durch die ständigen russischen Luftangriffe auf Kyjiw unter kriegsbedingtem Stress und Traumata.
News
Nachrichtendienst Östliche Kirchen
Weitere Nachrichten zu den orthodoxen, katholischen und protestantischen Kirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa finden Sie beim Nachrichtendienst Östliche Kirchen (NÖK).













