Die jüngsten Wahlen in Polen und Tschechien haben zu Gewichtsverlagerungen in den politischen Landschaften beider Länder geführt. Der Ausgang beider Wahlen weckt Befürchtungen vor einer Blockade bzw. eines Umbaus des politischen Systems und einer außenpolitischen Neuorientierung beider Länder, insbesondere in Bezug auf die Ukraine. In welche Richtung sich die politischen Gewichte verlagern, ist jedoch keineswegs entschieden: Einerseits waren die Wahlkämpfe in beiden Ländern stark polarisiert, andererseits gingen sie mit rekordhohen Wahlbeteiligungen einher, was das bleibende Interesse der Bürgerinnen und Bürger an politischen Fragen widerspiegelt.
In den religiösen Landschaften Polens und Tschechiens zeigt sich ein starker Vertrauensverlust gegenüber den traditionellen Kirchen auf unterschiedliche Weise. Die neue Medienstrategie der Polnischen Bischofskonferenz führt eher zu einer Schwächung bislang unabhängiger katholischer Medien – und damit auch des Vertrauens in die katholische Kirche. Tschechien hat sich demgegenüber als tolerantes „postsäkulares Laboratorium“ der Enttraditionalisierung von Religiosität entwickelt.
Inhaltsverzeichnis und Editorial
Projekt des Monats
Die Ukrainische Down-Syndrom Organisation unterstützt Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom. Sie hilft ihnen bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und steht ihnen bei der Suche nach einer Arbeitsstelle bei. Um die zahlreichen Anfragen aus dem ganzen Land zu bewältigen, hat die Organisation im letzten Jahr die Online-Informationsplattform „Inklusium“ erstellt, über die Kurse und Informationsmaterial abgerufen werden können. Für Familien, die besonders stark vom Krieg betroffen sind, will die Organisation auch 2026 wieder ein Sommercamp anbieten.
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Nachrichtendienst Östliche Kirchen
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