
Adria-Inseln: Kulturgeschichte, Massentourismus, nachhaltige Zukunft
RGOW 07–08/2025
Über 1200 Inseln, Eilande und Felsen erstrecken sich entlang der kroatischen Adria-Küste, von denen etwa 50 bewohnt sind. Im Laufe der Geschichte hat sich auf den Inseln eine einzigartige Kulturlandschaft entwickelt, wovon auch die zahlreichen National- und Naturparks an der Adria zeugen. Der Tourismus zählt heute zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Kroatien, was Fragen nach einer nachhaltigen Entwicklung aufwirft.
In der Geschichte des europäischen Reisens und Tourismus nehmen die Mittelmeerinseln als Kontaktzonen, die durch intensive transnationale Mobilität und interkulturelle Begegnungen geprägt sind, eine zentrale Stellung ein. Ihre strategische Lage machte sie zu Knotenpunkten maritimer Handelsrouten, von Entdeckungsreisen, Pilgerfahrten, imperialer Expansion, Urlaubsreisen und Migration.[1] Die Adria als Mikrokosmos und Modell des größeren Mittelmeers liefert laut Fernand Braudel „per analogiam Material für alle Probleme, die sich bei einer Untersuchung des Mittelmeerraums als Ganzes stellen.“[2]
Obwohl die Adria bereits seit der Antike eine viel befahrene Route war, intensivierte sich die kulturelle und touristische Kartierung der Adria-Region während der Aufklärung. Alberto Fortis lieferte mit seinem berühmten Werk Viaggio in Dalmazia (Reise nach Dalmatien) 1774 die erste wissenschaftliche Beschreibung der östlichen Adriaküste und Inseln, der sein Werk Saggio d’osservazioni sopra l’isola di Cherso ed Osero (Beobachtungen von den Inseln Cres und Lošinj, 1771) vorausging. Im 19. Jahrhundert, einer Zeit intensiver Modernisierung und Industrialisierung, wurde die Infrastruktur zur Entwicklung des modernen Tourismus geschaffen. Eine Voraussetzung dafür war die Schaffung eines koordinierten Systems von Eisenbahn- und Seeverbindungen. Es begann mit der Einführung regelmäßiger Dampfschiffverbindungen des Österreichischen Lloyd von Triest zur Bucht von Kotor 1838 und der Fertigstellung der Südlichen Staatsbahn 1857, die Wien mit Triest verband und die ersten modernen Touristen an die Adria brachte. Mit der Einführung regelmäßiger Dampfschiffverbindungen entlang der Adriaküste durch den Österreichischen Lloyd entstand eine neue Kultur und Mode von Adria-Kreuzfahrten, begleitet von spezialisierten Reisepublikationen, Reiseberichten und Reiseführern, die das milde mediterrane Klima, die exotischen Landschaften und das reiche kulturelle Erbe behandelten. Nach der Entwicklung der Inseln Lošinj und Hvar zu Kurorten warben Mitglieder der kaiserlichen Familie wie Ludwig Salvator, der berühmte Entdecker und Förderer von mediterranen Inseldestinationen, für Mljet als Naturschutzpark. Brijuni war schon in der österreichischen Zeit als aristokratisches Reiseziel in Verbindung mit dem nahe gelegenen Marinehafen Pula bekannt.[3]
Herausforderungen eines nachhaltigen Tourismus
Der Mittelmeerraum zählt heute zu den weltweit führenden Tourismusdestinationen, die mehr als ein Drittel des weltweiten Tourismus anziehen, d. h. mehr als 400 Mio. internationale Touristenankünfte im Jahr 2019.[4] Dies bringt vielschichtige ökologische und sozio-ökonomische Herausforderungen mit sich: Overtourism in beliebten Reisezielen, kohlenstoffintensive Mobilität, Saisonabhängigkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse, Abfallaufkommen, territoriale Ungleichgewichte, nicht nachhaltige Nutzung von Ressourcen (Wasser, Energie, Nahrungsmittel), geopolitische Instabilität und mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten. Die aktuellen Herausforderungen betreffen vor allem Länder, die am abhängigsten vom Tourismus sind, wie Kroatien, wo die Ausgaben internationaler Touristen fast 20 Prozent des BIP ausmachen, was bei weitem den größten Anteil in der EU darstellt. Kroatien kennzeichnet ein typisches „Meer und Sonne“-Tourismusmodell, bei dem sich die Aufenthalte in den Sommermonaten auf die Küstengebiete und Inseln konzentrieren und die Saisonabhängigkeit die höchste in der EU ist. Die kroatische Adria-Küste gehört zu den touristisch am weitesten entwickelten Regionen Europas – im Pandemiejahr 2020 verzeichnete sie die höchste Anzahl an Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben (39,1 Mio.) und auch die höchste Anzahl an internationalen Übernachtungen (34,4 Mio.). Nach Angaben des Zentralamts für Statistik findet ein Fünftel des Tourismusverkehrs an der kroatischen Adriaküste auf den Inseln statt.
Die Adria ist der nördlichste Teil des Mittelmeeres. In ihrer heutigen Gestalt entstand sie durch den Anstieg des Meeresspiegels um 96 Meter nach der letzten Eiszeit im Pleistozän, als Täler und Becken überflutet wurden und das trockene Land als langgestreckte, durch Meeresarme getrennte Inseln emporragte. Ivo Rubić, Autor der ersten modernen Monographie über die Adria-Inseln, weist darauf hin, dass die am stärksten zerklüftete Küstenlinie im Mittelmeerraum die Bedeutung des adriatischen Verkehrskorridors für Reisen, Handel und Kultur verstärkt.[5] Laut Rubić liegt die Besonderheit des kroatischen adriatischen Archipels in der Parallelität von Inselketten, d. h. die Inseln liegen in mehreren Reihen parallel zum Festland, so dass die offene See vom Festland aus nur selten zu sehen ist. Die Adria-Inseln liegen am nächsten zum Festland und gehören zu ihm, wie Rubić hervorhebt: sie seien kontinentale Inseln, getrennt von langen und schmalen Kanälen vom Festland und voneinander. Rubić unterteilt die adriatischen Inselgruppen in die westistrischen, Kvarner, norddalmatinischen, zentraldalmatinischen, süddalmatinischen und die Palagruža-Inseln.
Wie Josip Defilippis in seiner Studie über die ökonomische Entwicklung der adriatischen Inseln anschaulich erklärt, kommunizieren die Inselbewohner über das Meer mit der Außenwelt.[6] Sie ernähren sich vom Fisch aus dem Meer und gründeten ihre erste Industrie auf dem Fischfang. Um das Meer zu befahren, mussten Schiffe gebaut werden, so dass sich auf den Inseln frühzeitig das Schiffbauhandwerk und Werften als eigenständiger Wirtschaftszweig entwickelten. Daran schloss sich die Entwicklung der Schifffahrt an. Das Meer um die Inseln ist warm, klar und noch sauber, so dass es eine Ressource ist, auf der sich im Laufe der Zeit der Tourismus zu einer der wichtigsten heutigen Inselaktivitäten entwickeln konnte. Industrie ist nur für stärker bewohnte Inseln charakteristisch.[7] Sie umfasst Schiffsbau und Bootsreparatur (Lošinj, Korčula, Ugljan), verarbeitende Industrie (Korčula, Krk, Brač) und die Produktion von Konservenfisch (Dugi Otok, Vis, Brač, Korčula). Landwirtschaft ist nur in den günstigsten Zonen und in den dichter besiedelten Gebieten erhalten geblieben, der größte Teil der landwirtschaftlichen Flächen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben. Davon ausgenommen ist der Olivenanbau; Weinbau (Korčula, Hvar), Schafzucht (Pag) und Gemüseanbau (Ugljan) werden nur noch sporadisch betrieben. Die Fischerei ist mit Fischverarbeitungsbetrieben auf den Inseln Dugi Otok, Ugljan, Vis, Brač, Korčula, Cres und anderen verbunden. Marikultur ist auf dem Zadar-Archipel (Ugljan, Pašman, etc.) gut entwickelt.
Nach mehreren Jahrhunderten des Bevölkerungswachstums ist der größte Teil der Inseln in den letzten Jahrzehnten mit starker Abwanderung und Alterung der Bevölkerung konfrontiert. Laut Defilippis betrug die Einwohnerzahl der kroatischen Inseln Mitte des 19. Jahrhunderts 117 481 Menschen. Aufgrund der Weinkrise am Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Inselbewohner auf das Festland oder nach Übersee auszuwandern. Dennoch wuchs die Bevölkerung bis 1921 weiter an, als mit 173 263 die höchste Einwohnerzahl verzeichnet wurde. Seitdem ist die Zahl der Inselbewohner rückläufig.[8]
Einzigartige Kulturlandschaft
Braudel betont, wie sehr die physische Geographie des Mittelmeerraums die Zivilisationen geprägt hat, die an seinen Küsten und auf seinen Inseln entstanden sind. Andererseits hat das Zusammenspiel von Mensch und Natur auf den Inseln zu Umweltveränderungen und zur Entstehung einer einzigartigen Kulturlandschaft geführt: von terrassierten Hängen mit Olivenhainen und Weinbergen, Gebieten mit Teichen, Pinien- und Macchia-Wäldern, niedrigen Graslandschaften und felsigen Arealen bis hin zu Buchten mit Steinmolen und einer harmonischen Kombination von ländlichen und städtischen Siedlungen. Die meisten adriatischen Inseln bestehen wie die Küste des Festlands aus Kalkstein. Ausnahmen sind die äußeren Inseln Jabuka und Brusnik, die vulkanischen Ursprungs sind, sowie die sandige Insel Susak. Etwa 50 Inseln sind bewohnt (die meisten haben mehrere Ortschaften). Obwohl das Inselleben traditionell mit dem Meer verbunden ist (Fischerei, Segeln, Bootsbau), ist jede bewohnte Insel ein Miniaturkosmos für sich.
Braune Küstenböden und Terra rossa sind am weitesten verbreitet und können, wenn sie tief genug sind, wertvolle landwirtschaftliche Böden sein. Die zweite große Gruppe sind sog. anthropogene Böden, die durch die Anlage ganzer Terrassensysteme zumeist Ende des 19. Jahrhunderts während des Weinbau-Booms und einer Zeit des Arbeitskräfteüberschusses entstanden sind. Eine besondere Bodenart sind die Böden auf Hangbrekzien, die vor allem an den südlichen Küstenhängen zu finden sind und als die besten für den Weinbau gelten (auf Brač, Hvar und der Halbinsel Pelješac). Die Böden der Inseln sind tief verkarstet, so dass Regenwasser durch ein Netz von unterirdischen Kanälen tief unter die Oberfläche sinkt und ins Meer versickert oder entlang der Küste als „Quellen“ wieder austritt. Einige größere kroatische Inseln (Krk, Rab, Pag, Hvar, Vis, Korčula) verfügen über Quellwasser, dessen Menge jedoch nicht den gesamten Bedarf der Inseln decken kann. Nur der Vrana-See auf Cres mit einem Volumen von 200 000 m3 ist ein Phänomen von außergewöhnlich natürlicher Größe und ökonomischer Bedeutung.
Die wichtigsten Herausforderungen betreffen die Verkehrsanbindung und die Lösung von Infrastrukturproblemen. Der Personenverkehr ist für die Inselbewohner teuer und aufgrund fehlender Verbindungen sind einige kleine Inseln vollständig entvölkert (Biševo, Škarda, Šćedro, Srakane Vele and Srakane Male). Der Bau von Wasser- und Stromversorgungssystemen auf den Inseln ist sehr schwierig und teuer. Alle bewohnten Inseln verfügen über Strom, aber nur wenige größere Inseln haben die Wasserversorgung auf moderne Weise gelöst. Dies sind Lošinj, Cres, Krk, Rab, Pag, Korčula, Hvar, Brač und einige andere (Murter, Čiovo), die näher zum Festland liegen.
Ganz Kroatien ist eine Art Nationalpark Europas: Ein Drittel seines Staatsgebiets gehört zum weltweit größten Netzwerk von Schutzgebieten – dem Natura-2000-Netzwerk. In Kroatien gibt es acht Nationalparks und elf Naturparks. Nach den Plitvicer Seen werden die Nationalparks an der Adria am häufigsten besucht: der Kornati-Archipel bei Zadar, der 1980 den Status eines Nationalparks erhielt. Mehr als drei Viertel der Fläche des Nationalparks gehören zum Meer, während der Landteil 89 Inseln umfasst, darunter der Naturpark Telaščica auf Dugi Otok. Die Brijuni-Inseln – 14 Inseln entlang der Westküste von Istrien – wurden 1983 zum Nationalpark erklärt. Der nordwestliche Teil der Insel Mljet wurde 1960 zum Nationalpark erklärt und stellte somit den ersten institutionalisierten Versuch dar, ein heimisches Ökosystem im Mittelmeerraum zu schützen.
Zu den zehn kroatischen UNESCO-Welterbestätten, die sich überwiegend an der Adriaküste befinden, gehört die Ebene von Stari Grad auf Hvar, eine Kulturlandschaft, die seit ihrer ersten Kolonisierung durch ionische Griechen von Paros im 4. Jahrhundert v. Chr. praktisch unverändert geblieben ist. Die ursprüngliche landwirtschaftliche Nutzung dieser fruchtbaren Ebene, die sich vor allem auf den Anbau von Weintrauben und Oliven konzentriert, ist seit der griechischen Zeit bis heute erhalten geblieben. Neben dem polyphonen Klapa-Gesang in Dalmatien, der Kreuzprozession Za križen auf der Insel Hvar, der Spitzenklöppelei auf Pag und Hvar stehen die Kunst des Trockenmauerwerks, die mediterrane Küche auf den Adria-Inseln (insbesondere auf Brač und Hvar) sowie die Transhumanz, die saisonale Viehwanderung, auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.
Vis – eine der am weitesten entfernten Inseln
Die größeren und mittelgroßen Inseln entlang der östlichen Adriaküste – von Brijuni und Cres bis Mljet und den Elaphiten – sind vom Festland zumeist durch ein flaches Meer von unter 100m Tiefe getrennt und waren während der Eiszeiten als Hügel mit dem Dinarischen Küstengebirge verbunden. Ihr Klima ähnelt größtenteils dem der nächstgelegenen Festlandküste, so dass sie sich hinsichtlich der Vegetation nicht wesentlich vom benachbarten Küstenstreifen unterscheiden. Im Gegensatz dazu unterscheiden sich die entfernteren und abgelegeneren äußeren Inseln auf der offenen See wie Jabuka, Galijula und Glavat deutlich von den meisten anderen Küsteninseln hinsichtlich Hydrographie, Klima, Vegetation und sogar hinsichtlich Geologie und Paläogeographie. Neben ihrer touristischen und naturgeschichtlichen Bedeutung besitzen Vis, Biševo und Lastovo eine besondere geopolitische Bedeutung für Kroatien und sind zudem wirtschaftlich bedeutend, da sie die reichsten Fischgründe der gesamten Adria sind. Da sie aufgrund ihrer wichtigen geopolitischen Lage und als Marinestützpunkte zu jugoslawischer Zeit fast ein halbes Jahrhundert lang für den ausländischen Tourismus gesperrt waren, konnten sie das Gleichgewicht ihrer empfindlichen Ökosysteme bewahren. Nach der Demilitarisierung ist der Lastovo-Archipel seit 2006 als Naturpark geschützt, und die seltenen Besucher können die einzigartige Tradition des Lastovo-Karnevals, die Schönheit der lokalen Trachten und die traditionelle Architektur mit einzigartigen Schornsteinen (fumari) genießen.
Die weltweite Aufwertung des Vis-Archipels begann bereits mit der Einbeziehung der Inselgruppe in das UNESCO Global Geopark Netzwerk 2019. Der Linguist, Schriftsteller und Förderer des maritimen Erbes der Adria, Joško Božanić, initiierte erfolgreich ein Projekt zur Wiederbelebung der Gajeta Falkuša, eines typischen Boots, ohne das die Fischerei auf den vorgelagerten Inseln des Vis-Archipels undenkbar gewesen wäre. Der Hüter der Geschichte und des Erbes von Vis zeichnete auch die lokalen čakavischen Dialekte auf der Insel auf. Neben Verbindungen zum Protoslawischen enthalten die heutigen čakavischen Dialekte einen außergewöhnlich hohen Anteil an Wörtern fremden Ursprungs (um die 70 Prozent), so spiegelt sich im Wortschatz der Inselbewohner die reiche maritime Kultur, die von jahrtausendelanger Erfahrung mit dem Meer und Begegnungen mit mediterranen Kulturen und Sprachen geprägt ist.
Im Zentrum der Adria gelegen war Vis als Orientierungspunkt und Zufluchtsort für Seeleute und als reichhaltiges Fischfanggebiet einer der bedeutendsten Kontrollpunkte in der Adria. Vis (ital. Lissa) sicherte maritime Handelsrouten und wurde zu einem wichtigen Marinestützpunkt. Nach Jahrhunderten venezianischer Vorherrschaft über die adriatischen Korridore war Vis zu Beginn des 19. Jahrhunderts Schauplatz geopolitischer Rivalitäten zwischen den europäischen Mächten, die 1811 in einer Seeschlacht zwischen britischen und verbündeten französisch-venezianischen Streitkräften gipfelten. Eine weitere Schlacht von Lissa zwischen der italienischen und der österreichischen Flotte im Jahr 1866 blieb jedoch für die nationale Geschichte wichtiger, da der Sieg der österreichischen Flotte die italienischen Hegemonialbestrebungen für das folgende halbe Jahrhundert dämpfte. Im Zweiten Weltkrieg verteidigten die Partisanen mit Hilfe der Alliierten die Insel gegen die deutschen Invasoren.
Die traditionelle Fischerei war in der Stadt Komiža bereits im 16. Jahrhundert so stark entwickelt, dass man von einer regelrechten Industrie sprechen kann, mit dem Export von gesalzenem Fisch, der im 18. Jahrhundert über eine Million Kilogramm erreichte, hauptsächlich Sardinen, die die Einwohner von Komiža nach Venedig, Griechenland und in die Länder der Levante exportierten. Die älteste Fischverarbeitungsfabrik im Mittelmeerraum wurde 1870 in Komiža errichtet.
Die internationale Umweltorganisation WWF hat Vis mit seinem Archipel zu einer der letzten zehn Paradies-Oasen des Mittelmeers erklärt. Bei den jüngsten Wahlen gewannen unabhängige Listen, angeführt von lokalen Experten für ökologischen Landbau und Fischern. Sie fokussieren sich auf die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung und eine nachhaltige Entwicklung, Investitionen in Infrastruktur und Verkehrsanbindungen, indem sie Tourismusinvestitionen im Einklang mit den empfindlichen lokalen Ökosystemen begrenzen. Die Errichtung des UNESCO Geopark Vis-Archipel eröffnete auch eine wissenschaftliche Forschungsperspektive in Gestalt der Gründung eines Zentrums für internationale Studien für Nissologie (Inselwissenschaft) in Komiža.
Übersetzung aus dem Englischen: Stefan Kube.
Nataša Urošević, PhD, ausserordentliche Professorin für das Interdisziplinäre Studienprogramm für Kultur und Tourismus an der Juraj-Dobrila-Universität in Pula.
Anmerkungen:
[1]) Crowley, Patrick; Humble, Noreen; Ross, Silvia (eds.): Mediterranean Travels: Writing Self and Other from the Ancient World to Contemporary Society. Cambridge 2011.
[2]) Braudel, Fernand: The Mediterranean and the Mediterranean World in the Age of Philip II, 2 vols. New York 1973.
[3]) Urošević, Nataša: The Spa and Seaside Resort in the Development of Adriatic Travel and Tourism. In: International Journal of Euro-Mediterranean Studies 13, 1 (2020), S. 53–75.
[4]) https://www.ecounion.eu/wp-content/uploads/2022/12/StateOfTourismMed_PLANBLEU.pdf
[5]) Rubić, Ivo: Naši otoci na Jadranu. Split 1952.
[6]) Defilippis, Josip: O gospodarskom razvoju hrvatskih otoka. In: Sociologija i proctor 39, 1/4 (151/154) (2001), S. 83–96.
[7]) Magaš, Damir: Croatian Islands – Main Geographical and Geopolitical Characteristics. In: Geoadria 1 (1996), S. 5–16.
[8]) Defilippis, O gospodarskom razvoju (Anm. 7), S. 86.