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Der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparov bei einem Besuch in Tatarstan (Foto: Aleksandr Erashov/tatarstan.ru CC 4.0.)

Symptom eines Systemwandels: Parlamentswahlen in Kirgistan

RGOW 2/2026
Mahabat Sadyrbek

Kirgistan galt im Vergleich zu seinen mehr oder weniger autoritären Nachbarn lange Zeit als „Insel der Demokratie“ in Zentralasien. Seit dem Machtwechsel 2020 hat sich jedoch die politische Entscheidungsmacht zur Exekutive verschoben. Finanzielle Ressourcen und persönliche Beziehungen sind für die Kandidatur bei Parlamentswahlen unentbehrlich geworden. Zudem werden der öffentliche Raum und unabhängige Medien stärker kontrolliert. Die Gesellschaft hat die politische Machtkonzentration bisher hingenommen, doch sind spontane Proteste weiterhin möglich.

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