
Symptom eines Systemwandels: Parlamentswahlen in Kirgistan
RGOW 2/2026
Kirgistan galt im Vergleich zu seinen mehr oder weniger autoritären Nachbarn lange Zeit als „Insel der Demokratie“ in Zentralasien. Seit dem Machtwechsel 2020 hat sich jedoch die politische Entscheidungsmacht zur Exekutive verschoben. Finanzielle Ressourcen und persönliche Beziehungen sind für die Kandidatur bei Parlamentswahlen unentbehrlich geworden. Zudem werden der öffentliche Raum und unabhängige Medien stärker kontrolliert. Die Gesellschaft hat die politische Machtkonzentration bisher hingenommen, doch sind spontane Proteste weiterhin möglich.
Dieser Inhalt steht nur registrierten Usern zur Verfügung! Falls Sie noch keinen Zugang erworben haben, bieten wir Ihnen die folgenden Abos. Das Abo gilt für ein Kalenderjahr und verlängert sich, wenn es nicht bis zum 15. November schriftlich beim Forum RGOW gekündigt wird. Bestellungen, Kündigungen und Reklamationen sind an