
Stadien und Zäune. Sport als nationale Symbolik in Orbáns Ungarn
RGOW 6/2026
Unter Ministerpräsident Viktor Orbán diente Sport in Ungarn als politisches Instrument, um die ungarische Diaspora an das Mutterland zu binden und um Gefolgsleuten staatliche Gelder in Form von Bauaufträgen zuzuschanzen. Wenn es um sportlichen Erfolg ging, galt das von Orbán propagierte strikt ethnische Verständnis der Nation nicht, und ausländische Athleten wurden schnell eingebürgert, um für Ungarn antreten zu können. Wie die im April 2026 neu gewählte Regierung mit Sport umgehen wird, ist noch offen.
Als die Fidesz-Partei von Viktor Orbán 2010 einen Erdrutschsieg errang, hätten die wenigsten voraussehen können, wie tief Sport – insbesondere Fußball – ins politische Gewebe Ungarns eingewoben werden würde. Seitdem hat die Regierung Milliarden in Stadien, Fußballakademien und in die sportliche Infrastruktur investiert, sowohl innerhalb Ungarns als auch jenseits der Grenzen in Regionen mit ungarischen Minderheiten. Doch hinter diesen Investitionen verbirgt sich mehr als nur sportlicher Ehrgeiz. Sport ist zu einem Instrument zur Neuimagination der ungarischen Nationalität geworden, um eine Vision der Nation zu stärken, die zugleich expansiv und exklusiv ist.
Das goldene Zeitalter und sein Schatten
Um die politische Bedeutung des Sports in Ungarn zu verstehen, muss man sich mit seiner Geschichte auseinandersetzen. Die 1950er Jahre stellten den Höhepunkt des ungarischen Fußballs dar: Das Aranycsapat (das Goldene Team) blieb vier Jahre lang praktisch ungeschlagen, wobei es dafür berühmt wurde, 1953 in Wembley England 6:3 gedemütigt zu haben. Dieses Team, in dem Legenden wie Ferenc Puskás spielten, wurde zum Symbol des Nationalstolzes, auch wenn Ungarn unter sowjetischer Kontrolle stand. Als das Goldene Team 1954 das WM-Finale gegen Westdeutschland verlor, löste diese Niederlage öffentliche Unruhe aus, die einige Historiker als Vorboten der Revolution von 1956 ansehen.
Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen von Melbourne, traf das ungarische Wasserballteam auf die Sowjetunion, nur wenige Wochen, nachdem sowjetische Panzer den Ungarischen Aufstand niedergeschlagen hatten. Das Spiel, das als „Blut im Wasser“ bekannt wurde, weil einem ungarischen Spieler gegen den Kopf geschlagen wurde, wurde zu einem Stellvertreterkampf um die nationale Würde. Ungarn gewann, und der Sieg ist im nationalen Gedächtnis als Akt des symbolischen Widerstands gegen äußere Unterdrückung eingebrannt.
Diese Episoden schufen eine Vorlage: Sport als Bühne der nationalen Selbstbehauptung, ein Raum, in dem politische Hoffnungen und Missstände zum Ausdruck gebracht werden konnten. Nach dem Fall des Kommunismus distanzierten sich die Politiker jedoch zunächst vom Sport, da sie Assoziationen mit dem Propagandaapparat des alten Regimes fürchteten. Diese Vorsicht ist längst verflogen.
Orbáns Fußballobsession
Viktor Orbán hat aus seiner Leidenschaft für Fußball nie einen Hehl gemacht. 1999, während seiner ersten Amtszeit als Ministerpräsident, war er sogar als Spieler bei einem Amateurverein der 6. Liga in seinem Heimatdorf Felcsút registriert. Als er 2010 an die Macht zurückkehrte, wurde Felcsút zum unerwarteten Zentrum der Wiederauferstehung des ungarischen Fußballs. Das Dorf hat weniger als 2 000 Einwohner, rühmt sich aber nun mit der Pancho Arena, einem Stadion mit 3 800 Plätzen von beeindruckender architektonischer Schönheit. Seine Holzbalken haben Vergleiche mit einer Kathedrale hervorgerufen. Daneben steht die Puskás Akadémia, eine hochmoderne Fußballakademie, die mehr Fördermittel als jede andere in Ungarn erhalten hat. Die Ironie entgeht den Kritikern nicht: Ferenc Puskás hat nie in Felcsút gelebt; er verbrachte seine Karriere bei Budapest Honvéd und Real Madrid. Unterdessen ist Honvéd sogar in die 2. Liga Ungarns abgestiegen.
Die Zahlen sind atemberaubend: Seit 2010 hat die Regierung schätzungsweise 2,7 Mrd. Euro für die Fußballinfrastruktur ausgegeben – über eine Regelung zur Unternehmenssteuer, die es Firmen ermöglicht, ihre Steuerverbindlichkeiten an Sportvereine umzuleiten. Über 30 Stadien wurden in ganz Ungarn gebaut oder renoviert. Die 2019 eröffnete Puskás Aréna in Budapest mit 67 000 Plätzen kostete rund 610 Mio. Euro, was deutlich über den ursprünglichen Schätzungen liegt und teurer ist als vergleichbare Spielstätten anderswo in Europa, darunter das Emirates Stadium von Arsenal in London. Die Nutznießer dieser Freigiebigkeit sind aufschlussreich. Praktisch alle Clubs der obersten Liga befinden sich im Besitz von Geschäftsleuten mit engen Verbindungen zur vormaligen Orbán-Regierung. Lőrinc Mészáros, Orbáns Jugendfreund aus Felcsút und heute einer der reichsten Männer Ungarns, ist Eigentümer der Puskás Akadémia. Wie Mészáros einmal offen sagte: „Gott, Glück und Viktor Orbán verhalfen mir zum Erfolg.“
Über Grenzen hinweg: Sport als Soft Power
Ungarns sportliche Ambitionen reichen weit über seine heutigen Grenzen hinaus – und hier wird die politische Bedeutung am deutlichsten. Seit 2013 hat die Regierung Orbán Fußballakademien und Stadien in der Slowakei, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien und der Ukraine finanziert. Der rote Faden ist, dass sich diese Einrichtungen in Gebieten befinden, die vor 1920 zum Königreich Ungarn gehörten, und in denen ethnische ungarische Minderheiten leben. Der Vertrag von Trianon von 1920, der Ungarn zwei Drittel seines Territoriums entzog und Millionen ethnischer Ungaren in Nachbarstaaten zurückließ, ist das prägende Trauma des modernen ungarischen Nationalbewusstseins.[1] Orbán hat die Überwindung des psychologischen Schadens von Trianon ins Zentrum seines politischen Projekts gestellt. Dies geschah nicht durch territoriale Revision, sondern durch die symbolische Wiederherstellung einer ungarischen Kulturnation, die Staatsgrenzen überschreitet.
Sport diente dieser Vision. Als Orbán 2018 erklärte, dass „Sport unsere gemeinsame Sprache ist; er verbindet uns“, formulierte er eine Strategie der nationalen Wiedervereinigung durch gemeinsame sportliche Anstrengungen. Das „Nabelschnur-Programm“ der Regierung belohnte die Geburt ungarischer Kinder im Ausland finanziell.[2] Verfassungsänderungen benannten das Land von „Ungarische Republik“ in einfach „Ungarn“ um, was eine Identität signalisiert, die eher durch ethnische Zugehörigkeit als durch Staatsbürgerschaft definiert ist. Das jüngste Beispiel: 2025 wurde in Vardarac, einem kroatischen Dorf mit nur 504 Einwohnern, eine 7,5 Mio. Euro teure Fußballakademie eröffnet. Das Projekt ist als Hub für die Gemeinschaft der ungefähr 10 000 ethnischen Ungarn in Kroatien gedacht, steht aber auch beispielhaft für eine breitere Politik, den ungarischen Einfluss durch Sportinfrastruktur in Nachbarstaaten auszuweiten. Der Nutzen bei Wahlen liegt auf der Hand: 2022 erhielt Fidesz 94 Prozent der Stimmen der im Ausland lebenden Ungarn und sicherte sich damit zwei zusätzliche Sitze im Parlament.
Das Paradox offener und geschlossener Grenzen
Hier zeigt sich der zentrale Widerspruch im ungarischen Nexus von Sport und Nationalismus. Die gleiche Regierung, die im Ausland Stadien für ethnische Ungarn baute, baute auch Zäune entlang Ungarns südlicher Grenze und führte aggressive Kampagnen gegen Eiwanderung durch. Seit 2015 positionierte sich Orbán als Europas Verteidiger gegen Migration, insbesondere aus mehrheitlich muslimischen Ländern. Ein Referendum gegen EU-Flüchtlingsquoten 2016, dem eine umfangreiche, von der Regierung finanzierte Anti-Immigrationskampagne vorausgegangen war, erreichte zwar nicht die erforderliche Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Aber diejenigen, die an der Wahl teilnahmen, stellten sich mit überwältigender Mehrheit auf die Seite des Ministerpräsidenten. Die Regierung erklärte sich daher zur Siegerin.
Orbáns Rhetorik zog scharfe Abgrenzungen aufgrund der Herkunft. Als 2022 ukrainische Flüchtlinge nach Ungarn flohen, betonte er: „Ungarn leistet Hilfe für Flüchtlinge, lehnt Migration aber weiterhin ab!“ Die Unterscheidung zwischen ukrainischen Flüchtlingen (akzeptabel) und syrischen Migranten (inakzeptabel) wurde, wie Kritiker bemerkten, eher entlang ethnischer und religiöser als rechtlicher Linien gezogen. Im gleichen Jahr formulierte Orbán am Tusványos Festival in Rumänien seine Vision noch deutlicher. Er wies die Vorstellung zurück, dass Europa bereits ein „gemischtrassiger“ Kontinent sei, und argumentierte stattdessen, dass sich „die europäischen Völker“ nur untereinander vermischt hätten. „Im Karpatenbecken sind wir nicht gemischtrassig“, erklärte er. „Wir sind einfach eine Mischung von Völkern, die in unserer eigenen europäischen Heimat leben.“[3] Die Rede löste internationale Kritik aus, unter anderem von einem seiner eigenen Berater, der zurücktrat und die Äußerungen mit Nazi-Rhetorik verglich.
Wenn Athleten nicht ins Schema passen
Doch Sport hat auch immer wieder Orbáns ethnonationalistisches Narrativ durchbrochen. Man denke nur an die Brüder Liu, Sándor und Shaoang, die 2018 als Teil der Shorttrack-Staffel Ungarns erste Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen überhaupt gewannen. Sie wurden in Budapest als Kinder eines chinesischen Vaters und einer ungarischen Mutter geboren, wuchsen zweisprachig und bikulturell auf, trainierten teilweise in China und wurden von einem Chinesen gecoacht. Sie haben über eine Million Follower in den chinesischen sozialen Medien und bezeichnen China als ihre zweite Heimat. Als die Liu-Brüder Gold gewannen, feierte Orbán auf Facebook: „Dankbar, diesen Tag erlebt zu haben! Vorwärts, Ungarn!“ Die unbequeme Wahrheit war, wie Kommentatoren anmerkten, dass die Söhne eines „Wirtschaftsmigranten“ Ungarns größten Erfolg bei Olympischen Winterspielen errungen hatten.
Ähnliche Muster zeigen sich im Fußball. Als Ungarn im Juni 2022 in Wolverhampton England mit 4:0 besiegte, jubelte Orbán: „Vielleicht war es sogar vom Mond aus zu sehen! Jungs, das war wunderschön!“ Doch zur Mannschaft an diesem Tag gehörten ein italienischer Trainer, Marco Rossi, und mehrere Spieler, die kein Ungarisch sprechen, darunter Loïc Nego, ein in Frankreich geborener Mittelfeldspieler, der 2019 im Schnellverfahren die ungarische Staatsbürgerschaft erhalten hatte.
Andere eingebürgerte Athleten haben ähnliche Geschichten. Die in Russland geborenen Ringer Vladislav Baitcaev und Ismail Musukaev gewannen 2022 nach raschen Einbürgerungsverfahren Medaillen bei den Europameisterschaften unter ungarischer Flagge. Der Weg des iranischen Ringers David Savarimanesh vom Flüchtling zum ungarischen Staatsbürger wurde durch seine sportlichen Leistungen beschleunigt. Das Muster enthüllt einen „flexiblen Nationalismus“, also die Bereitschaft, ethnische Kriterien außer Acht zu lassen, wenn es um sportlichen Erfolg geht. Athleten, die in der Logik der ehemaligen Regierung eigentlich die „Anderen“ repräsentieren würden, wurden als Nationalhelden gefeiert, wenn sie Siege einfuhren.
Was haben die Ausgaben genützt?
Die Ausrichtung großer Sportveranstaltungen in Ungarn diente ebenfalls politischen Zwecken. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2023 in Budapest lenkten die Aufmerksamkeit der Welt auf das eigens errichtete Nationale Leichtathletikzentrum mit 35 000 Plätzen am Ufer der Donau. Die Gästeliste für diplomatische Begleittreffen offenbarte die internationale Ausrichtung der Regierung: Orbán empfing die Staats- und Regierungschefs der Türkei, Serbiens, Katars, Aserbaidschans, Kirgistans, Usbekistans und Turkmenistans, während Spitzenpolitiker der EU und NATO auffälligerweise fehlten. Orbán bezeichnete diese autoritär angehauchten Staats- und Regierungschefs als Ungarns „politische Freunde“. Die Weltmeisterschaft werde Ungarns Fähigkeit zur Organisation von „Weltklasse“-Veranstaltungen unter Beweis stellen, so Orbán. Kritiker sahen etwas anderes: ein Land, das sich von seinen westlichen Partnern entfernt und Sport dazu benutzt, um diese Abkehr zu legitimieren.
Die Resultate von Ungarns Investitionen in den Sport sind gemischt. Die Fußballnationalmannschaft hat sich für die letzten drei Europameisterschaften qualifiziert, was nach Jahrzehnten der Schwäche eine echte Verbesserung darstellt. Ferencváros, der traditionsreichste Verein des Landes, ist mittlerweile ein regelmäßiger Teilnehmer an europäischen Wettbewerben. Aber die ausgegebenen Milliarden haben keine Weltklasse-Spieler durch das Akademiesystem hervorgebracht. Eine Analyse des ungarischen Kaders für die EM 2024 ergab, dass die meisten Spieler außerhalb der staatlich finanzierten Infrastruktur ausgebildet wurden, entweder im Ausland oder in kleineren Vereinen, die bereits vor dem Investitionsboom existierten. Trotz massiver staatlicher Unterstützung hat die Puskás Akadémia wenig zur Nationalmannschaft oder zum europäischen Fußball im weiteren Sinne beigetragen. Kritiker bemängeln, dass die Investitionen eher dem Klientelismus dienten als der Entwicklung, indem sie öffentliche Gelder an politisch vernetzte Baufirmen und Clubbesitzer lenkten. Investigativjournalisten haben dokumentiert, wie Unternehmen im Besitz von regierungsnahen Oligarchen milliardenschwere Aufträge im Zusammenhang mit Stadionbauten erhielten.
Ein Spiegel der Nation
Was sagt Sport über das heutige Ungarn aus? Er zeigt eine Regierung, die geschickt darin war, nationalistische Symbolik einzusetzen, deren Prinzipien dabei jedoch inkonsistent anwandte. Die gleiche Regierung, die ethnische Homogenität feierte, beschleunigte die Einbürgerung ausländischer Sportler, die Medaillen gewinnen konnten. Der gleiche Regierungschef, der Zäune gegen Migranten errichtete, baute im Ausland Stadien, um die ungarische Diaspora an das Mutterland zu binden. Das war keine Heuchelei im herkömmlichen Sinne, sondern eine Form politischer Flexibilität, die die Legitimität des Regimes über ideologische Kohärenz stellte. Sport bot beides: Spektakel nationaler Triumphe, die das Narrativ der Regierung stärkten, und Infrastrukturprojekte, die Verbündete belohnten und deren Einfluss ausweiteten.
Doch am 12. April 2026 setzten die ungarischen Wählerinnen und Wähler der Ära Orbán ein Ende. Péter Magyars Partei Tisza errang einen Erdrutschsieg mit über 53 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Orbán räumte die Niederlage ein, wobei er das Resultat als „schmerzhaft“, aber „eindeutig“ bezeichnete. Die Rekordwahlbeteiligung von fast 80 Prozent spiegelte wider, wie viel für die Ungarn bei dieser Entscheidung zwischen – wie Magyar es formulierte – „Ost und West“ auf dem Spiel stand. Sport spielte in Magyars Wahlkampagne keine nennenswerte Rolle. Sein Fokus liegt woanders: den Zugriff von Fidesz auf die Medien zurückzubauen, Korruption zu bekämpfen, die Beziehungen zur EU wiederaufzubauen und Alltagssorgen wie das Gesundheitssystem, die Bildung und die Lebenshaltungskosten anzupacken. Nach 16 Jahren im Zentrum nationalistischer Politik könnte Sport in Ungarn wieder an den Rand rücken, in einen Bereich der Freizeit und des Wettkampfs statt des Staatsaufbaus.
Das würde eine spürbare Verschiebung bedeuten. Orbáns Genialität, wenn man es so nennen kann, bestand darin, das politische Gewicht des Sports zu erkennen: als Symbol für den nationalen Wiederaufstieg zu dienen, Diasporagemeinschaften zu binden, Loyalisten zu belohnen und ein Bild ungarischer Größe auf die Weltbühne zu projizieren. Ob seine Nachfolger Sport auf die gleiche Weise sehen, oder ob sie die Stadien und Akademien als kostspielige Monumente eines vergangenen politischen Projekts betrachten, bleibt abzuwarten. Vorerst scheint die Ära, in der Fußball Staatskunst war, zu Ende gegangen sein – nicht mit einem Schlusspfiff, sondern mit einer Wahl.
Anmerkungen:
[1]) von Klimó, Árpád: Ungarn 1918 – keine Jahrhundertfeier. In: RGOW 46, 9 (2018), S. 10–12.
[2]) Fodor, Eva: Gebären zum Wohle der Nation. Pronatalismus im illiberalen Ungarn. In: RGOW 53, 12 (2025), S. 18–21.
[3]) https://2015-2022.miniszterelnok.hu/speech-by-prime-minister-viktor-orban-at-the-31st-balvanyos-summer-free-university-and-student-camp/
Übersetzung aus dem Englischen: Natalija Zenger.
Győző Molnár, Dr., Professor für Sport- und Trainingssoziologie an der School of Sport and Exercise Science der University of Worcester.